Prävention und Gesundheitsförderung

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Das sagt sich so leicht daher und kaum jemand wird mir widersprechen. Wie aber können sich Menschen in unserer heutigen Welt vor den Gesundheitsgefahren in ihrer Umwelt schützen? Zum Beispiel gegen Fluglärm, wie dies in meinem Wahlkreis am Frankfurter Flughafen der Fall ist? Ist unser Gesundheitswesen wirklich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtet? Ist die Finanzierung mit gesetzlicher und privater Kasse gerecht und demografiefest? Könnte die Versorgung in Arztpraxen, in Krankenhäusern, in der Pflege effizienter und besser für die Patienten organisiert werden – und zwar in Stadt und Land?  

Fördern Kindergärten und Schulen die Kompetenzen von Kindern, für ihre Gesundheit selbstbestimmt zu sorgen? Sind diese Institutionen selbst der Gesundheit förderlich oder eher schadend? Was bedeuten Arbeitsbedingungen und Stress in einer älter werdenden Gesellschaft, die auf gesunde Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angewiesen ist? Wie können unsere Dörfer und Städte dabei helfen, alten Menschen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zumindest nach hinten zu verlagern und den Weg für ein würdiges Lebensende zu ebnen? Wie gelingt es, die Lebenswelten der Menschen mit ihrer Partizipation gesundheitsfördernd zu gestalten?  

Auf diese und weitere Fragen müssen in dieser Legislaturperiode Antworten gefunden werden. Dafür werden wir sorgen, soweit es uns aus der Opposition heraus möglich ist. Denn Schopenhauers Aphorismus ist heute erst recht aktuell: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Eine der ersten Bewährungsproben der neuen Bundesregierung ist ein Präventionsgesetz vorzulegen, das seinen Namen verdient. Als für Prävention und Gesundheitsförderung zuständige Abgeordnete werde ich darauf achten, dass Partizipation bei der Gestaltung gesunder Lebenswelten eine zentrale Rolle spielt.