Kordula Schulz-Asche, MdL

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11. Juni 2010

Netzwerk gegen Krankenhausinfektionen: Allgemeine Hygiene-Verordnung wäre konsequenter

"Als Schritt in die richtige Richtung", bezeichnet die gesundheitspolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Kordula Schulz-Asche, die heutige Ankündigung von Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU), endlich das Thema multiresistenter Streptokokkeninfektionen anzugehen. Trotz fast gleichem Niveau des Gesundheitswesens in Westeuropa ist die Häufigkeit von so genannten MRSA-Infektionen sehr unterschiedlich und in Deutschland mit rund 25 Prozent erschreckend hoch. (Zum Vergleich Niederlande 3 Prozent). "Die Patienten haben ein Recht auf gute Behandlung im stationären und im ambulanten Bereich - von daher ist es überfällig, sich dieses Hygiene-Problems anzunehmen."

Umso enttäuschender sei allerdings gewesen, dass die CDU/FDP-Mehrheit im Ausschuss für Arbeit, Familie und Gesundheit in der gestrigen Sitzung einen Antrag der GRÜNEN ablehnte, der für Hessen - wie in anderen Bundesländern bereits vorhanden - eine allgemeine Hygieneverordnung für die stationäre, teil-stationäre und ambulante Krankenversorgung forderte. Anlass für den Antrag waren Streptokokken-Infektionen in einer Praxis in Fulda Anfang Mai. "Ein MRSA-Netzwerk ist schön und gut - ohne Regelung im hessischen Krankenhausgesetz und ohne Einbeziehung der niedergelassenen Ärzte wird sich in der tatsächlichen Patientenversorgung allerdings wenig zum Besseren wenden", unterstreicht Kordula Schulz-Asche.

"Es wird endlich Zeit, die Patientinnen und Patienten als Verbraucherinnen und Verbraucher ernst zu nehmen - mit Rechten auf gute Behandlung, auf angemessenen Umgang mit MRSA-Infektionen, auf Prävention zur Vermeidung weiterer resistenter Erreger-Stämme und auf Transparenz der Verantwortlichkeiten innerhalb des Gesundheitssystems. Davon ist Hessen leider immer noch weit entfernt", so Kordula Schulz-Asches Resümee.

 

 

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